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Ich
lernte Roswitha in einem Tanzlokal kennen. Einer dieser Läden, die
sich auf Wolfgang-Petry-Musik und dergleichen spezialisiert hatte.
Folgerichtig war das Publikum überwiegend nicht in meiner
Alterklasse, und das reizte mich ja gerade daran. Ich war damals 35
Jahre alt, hatte aber schon immer ein gewisses Faible für die etwas
reiferen Jahrgänge.
So war Roswitha dann auch schon 53, wie sie mir etwas verschämt
gestand. Ich erwiderte, dass sei doch einfach nur ein Zahlendreher,
so was könnte eben vorkommen, und wir wären doch in Wirklichkeit
gleichaltrig. Ihr Lachen zeigte mir, dass ich bei ihr ankam. Sie war
eine wirklich sehr schöne Frau, auch wenn ihr Gesicht eben schon
einige Lachfältchen aufwies, was sie aber in meinen Augen noch
attraktiver machte. Sie hatte relativ kurzes, blondes und leicht
lockiges Haar, und war nach meinem Geschmack genau richtig
zurechtgemacht: Das kurze, schwarze Kleid zeigte, dass ihre Beine
noch in einem tadellosen Zustand waren, dazu trug sie schwarze
Pumps, ein dezentes Make-up mit schön langen, rotlackierten
Fingernägeln und einem passenden Lippenstift. Sie rauchte und trank
Bier, was mich auf eine lebenslustige Einstellung tippen ließ.
Wir tanzten auch die langsameren Stücke eng umschlungen, und sie
drückte ihren üppigen Busen an mich, ihre drallen Hüften pressten
sich gegen meinen Schwanz, der schon deutlich an Größe gewann, was
sie sicherlich bemerkte. Wieder am Tisch, unterhielten wir uns sehr
intensiv.
Sie gestand mir, dass sie verheiratet sei, und zwar ‚mit einem sehr,
sehr netten Mann’. Leider habe der kein Interesse am Tanzen, aber
wenigstens erlaubte er ihr, gelegentlich allein oder mit ihrer
besten Freundin loszuziehen. Die hatte heute keine Zeit gehabt, und
so kam ich in den Genuss ihrer Gesellschaft. Ich verkniff mir die
Bemerkung, dass ich auch kein Interesse am Tanzen hätte, dies aber
nun mal die beste Gelegenheit sei, vernachlässigte Schnecken wie sie
aufzureißen.
Wir tranken recht viel, was sie zu immer persönlicheren
Geständnissen animierte. So erklärte sie mir kokett, dass ich
offensichtlich in gewisser Weise besser ausgestattet sei als ihr
Mann. Und dass ihm, wie sie kichernd hinzufügte, "sicherlich ein
paar Zentimeter fehlen" würden, um sie ordentlich zu befriedigen.
Sie war deshalb schon einige Male fremdgegangen, aber es war nie
etwas festes. "Stört Deinen Mann das denn nicht?", fragte ich jetzt
wirklich interessiert. Sie erklärte, dass er davon natürlich nichts
erfahren hätte, weil sie ihm nicht weh tun wollte. Obwohl sie
manchmal den Eindruck hätte, er hätte gar nichts dagegen. "Lukas,
ich glaube manchmal, er interessiert sich überhaupt nicht für Sex.
Wir bumsen ein, zweimal im Monat miteinander, aber er macht nicht
den Eindruck, als würde ihm etwas fehlen, wenn wir es nicht machen.
Dabei ist er mit seinen 58 Jahren doch noch gar nicht so alt. Aber
er war eigentlich schon immer so." Ich hatte den Eindruck, sie
wollte gerne von mir flachgelegt werden, aber mir war es auch schon
zu spät geworden. Ich fragte nach ihrer Telefon-Nummer, die sie mir
ohne zu Zögern auf einer Visitenkarte überreichte. "Du kannst
eigentlich immer anrufen, Herbert ist in leitender Position tätig,
und sehr selten mal vor neun Uhr abends zu Hause. Aber bitte nicht
Freitags, er legt Wert darauf, dass wir diese Abende gemeinsam
verbringen, allerdings meistens vor dem Fernseher."
Ich versprach, mich wieder zu melden. Sie gab mir einen lieben Kuss
auf die Wange und flüsterte "Ich freue mich drauf" in mein Ohr. Ich
lächelte ihr zu und winkte an der Ausgangstür noch mal zu ihr rüber.
In den nächsten Tagen dachte ich sehr oft an sie. Natürlich hätte
ich sie bereits an dem Abend unseres Kennenlernens ficken können.
Aber ich wollte es uns beiden nicht so leicht machen. Ich war ein
Mann, der eine gewisse Herausforderung brauchte, nicht so einen
leichten Schuss nach einem Tanzabend.
So mag es den geneigten Leser nicht verwundern, dass ich sie an
einem Freitagabend anrief. Ich war gespannt, wer von den beiden sich
am Telefon melden würde. Ich wurde nicht enttäuscht.
"Hentschel" meldete sich eine männliche Stimme. Er schien nicht sehr
erfreut über die Störung, vermutlich verpasste er gerade die
Simpsons.
"Ja, guten Tag, mein Name ist Suttner. Ich habe ihre Frau vor
einiger Zeit bei einer Tanzveranstaltung kennen gelernt. Lukas
Suttner. Hat ihre Frau vielleicht von mir erzählt?"
"Ja, sie hat mir erzählt, dass sie sich unterhalten hat mit einem
jungen... Lukas Suttner? Etwa von Suttner...?"
"...und Suttner, genau richtig," ergänzte ich. Mein Vater und ich
waren Partner in der so ziemlich bedeutendsten Wirtschaftskanzlei
der angrenzenden Großstadt. Das war natürlich nicht mein Verdienst,
aber mein Vater war auch nicht immer ein leichter Partner. Wenn der
gute Herr Hentschel wirklich ‚in leitender Position’ tätig war, so
war es kein Wunder, dass er meinen Namen kannte. Ich hatte damit
gerechnet, auch wenn ich mich nicht weiter nach seinen Verhältnissen
erkundigt hatte. Ich improvisiere eben gern.
"Also ich wollte eigentlich nur Fragen, ob Roswitha, ich meine, ob
Ihre Frau vielleicht Lust hat, heute mit mir Tanzen zu gehen. Ich
hätte Zeit."
Er überlegte einen Augenblick. Ich kannte das. Er checkte gerade
innerlich ab, ob er mich zum Teufel jagen oder zu sich einladen
sollte. Seine Neugierde und vermutlich das Gefühl, für seine Firma
einen Vorteil rausschlagen zu können, siegte.
"Hören Sie, Herr Suttner. Meine Frau und ich wollten heute Abend
gemeinsam Grillen, nichts großes, nur wir beide. Man soll die
wenigen Sommerabende nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wie wäre
es, wenn sie einfach dazukommen? Wir essen eine Kleinigkeit
zusammen, und wenn Sie und meine Frau wollen, können Sie
anschließend immer noch losfahren, um gemeinsam das Tanzbein zu
schwingen. Was halten Sie davon? So um halb neun?"
"Großartig," sagte ich, und meinte es sogar ehrlich. "Würden Sie der
Frau Gemahlin bitte etwas ausrichten, Herr Hentschel?" "Aber sicher.
Schießen Sie los."
"Sagen Sie ihr doch bitte, dass ich es sehr begrüßen würde, wenn sie
heute Abend hochhackige Sandaletten trägt."
Pause.
"Herr Hentschel? Sind sie noch dran?"
Pause. Er schluckte.
"Ja, sicher. Ich werde es ausrichten."
"Fein, dann bis gleich."
Das mit den Sandletten war ein kleiner Trick von mir, und natürlich
schon mehrfach erprobt. Einerseits war es schon etwas sehr intimes,
was ich dem guten Ehemann ausrichten ließ. Und so war es ja auch
gemeint, und so hatte er es auch verstanden, wie ich an seiner
Reaktion bemerkte. Andererseits konnte ich es später, wenn die Sache
nicht verlief wie erwartet, notfalls auch als ganz normalen Wunsch
zum Ausgleich des Größenunterschiedes beim Tanzen darstellen.
Ich hatte unterwegs noch eine Flasche kalten Champagner und einen
Blumenstrauß besorgt. Rote Rosen. Vielleicht etwas unpassend für
einen Höflichkeitsbesuch, aber mir schwebte ja sowieso etwas ganz
anderes vor.
Sie wohnten in einer richtigen Villa. Das mit der ‚leitenden
Position’ schien mir für dieses Heim doch etwas untertrieben zu
sein. Ich parkte den Porsche neben seinem Bentley in der breiten
Zufahrt. Finanziell war mir der gute Herbert offensichtlich nicht
unterlegen. Zwar gab es einige Nachbarhäuser, aber die waren
deutlich kleiner ausgefallen.
Ich klingelte und war gespannt, wie dieser Abend weitergehen würde.
Die Haustür wurde geöffnet, und das gute, alte Ehepaar Hentschel
stand gemeinsam in der Türöffnung. Er hatte seinen Arm um ihre
Schulter gelegt. Roswitha sah mich etwas hilflos und unglücklich an.
Es war unschwer zu erkennen, dass ihr mein Besuch nicht sehr
angenehm war. Dennoch war sie umwerfend anzusehen: Schulterfreies,
knielanges schwarzes Kleid mit tiefem Ausschnitt, der die tiefe
Kluft zwischen ihren üppigen Brüsten gut zur Geltung brachte. Keine
Strümpfe, sondern ihre wunderbar glatten, gebräunten Beine endeten
wie gewünscht in, ich muss es einfach so platt sagen, absolut
geilen, schwarzen Lack-Riemchensandaletten mit mindestens
10-cm-Stiletto-Absatz. Die herausschauenden hellrot lackierten Zehen
passten ebenso wunderbar zu ihren braunen Füßen wie zu den
Fingernägeln und Lippen in der exakt gleichen Farbe.
Der Herr des Hauses trug einen gut sitzenden dunklen Anzug ohne
Krawatte, dass war vermutlich sein Zugeständnis an diesen eigentlich
zwanglosen Abend. Ich trug eine Krawatte, hatte aber eine Jeans zu
meinem dunkelgrauen Sakko gewählt.
Sie baten mich herein und ich überreichte Flasche und Blumen an den
Hausherren. Herr Hentschel ging schon in Richtung Wohnzimmer, und
Roswitha wollte ihm folgen. Ich trat hinter sie, umfasste ihren
flachen Bauch mit meinen Händen und drängte mich an sie. "Roswitha,
Du siehst einfach zauberhaft aus. Und schön, dass Du diese sexy
Sandaletten für mich trägst," sagte ich laut genug, dass auch er es
hören konnte. Er stockte und sah sich kurz über die Schulter um, als
ich Roswitha einen Kuss in den Nacken gab. Sie hatte nur eine
Perlenkette um den schlanken, langen Hals gelegt, die ihr tiefes
Dekolleté noch unterstrich. Meine rechte Hand lag nun auf ihren
spärlich bedeckten Brüsten, was Herrn Hentschel sicherlich nicht
entgangen war. Er tat aber so, als wäre nichts. Ich bemerkte, dass
Roswitha eine Gänsehaut auf ihren gebräunten Armen bekam. Ich
drückte noch kurz ihren Busen, dann folgte ich in das Wohnzimmer....
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